Erfahrungen von Mareiler Wilhelm, Betriebsleiter Bergbahnen Kühtai

IMG_8520Bioheizwerk Küthai. Schon der erste Gedanke an ein Fernheizwerk bei uns in Küthai hat mir von Anfang an sehr gefallen, da aufgrund der Nachwachsende Ressourcen und die Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren immer wichtiger werden.

Nach verschiedenen Gesprächen bezüglich des Projektes Bioheizkraftwerk Küthai stieg meine Begeisterung dafür immer mehr.
Wichtig für mich war die Standortsituation des Kraftwerkes, da natürlich das Urlaubsdomizil Küthai kein Industrieort werden sollte, was wir dann zusammen auch sehr gut gelöst haben indem das Kraftwerk ca. 1km außerhalb des Ortes Küthai errichtet wurde.

Durch das Projekt Bioheizwerk Küthai haben wir von den Bergbahnen die bestehenden Heizungen bei unseren Gebäuden entfernt, und die Kosten Nutzen Rechnung bestätigt diese Entscheidung, da die Kosten für die Erwärmung nun geringer sind als damals. Ein weiterer Positiver Effekt ist das z.B. die Garagen der Bergbahnen nun schneller zu Temperieren sind, und somit die Geräte schneller Abtauen können und in kurzer Zeit wieder einsatzfähig sind.
Das Heizwerk selber ist natürlich ein Zweckbau, aber man hat versucht die Verschönerungsmaßnahmen so gut wie möglich zu gestalten.


Beim Heizwerk selber war für mich einer der überraschendsten Punkte die Abgassituation, da natürlich die Befürchtung im Raum standen das Rauch vom Heizwerk mit dem Wind bis ins Dorf gelangt. Wir wurden zwar darüber aufgeklärt über die Maßnahmen zur Verhinderung vom Rauch mit Filteranlagen usw. aber natürlich war die Befürchtung trotzdem da.
Aber nun nach 2 Jahren Betrieb des Heizwerks kann ich sagen dass diese Befürchtungen nicht eingetreten sind, und kein Gast oder Einheimischer irgendetwas aufgrund von Rauch oder Geruch bemerkt hat.

Die Lagersituation des Brennstoffes war am Anfang vielleicht nicht so ideal aber nun haben wir eine gute Lösung auch dafür gefunden und somit gibt es auch da keinerlei Beanstandungen zu machen.


Auch Einwände von verschiedenen Seiten wegen der Brennstoffbeschaffung für den errechneten Verbrauch an Schüttraummeter, bzw. wie viele LKW Ladungen es braucht um die benötigte Energie zu liefern sind berechtigt gewesen. Aber aus heutiger Sicht ist auch diese Befürchtungen gewichen und ohne spürbare Auswirkungen.

Hervorheben möchte ich vor allem die Wertschöpfung im Tal, Gemeinde und im Lande.
Wir beziehen das Material aus der näheren Umgebung, haben einen weiteren Arbeitsplatz geschaffen und der wichtigste Aspekt ist das wir eine unheimliche Einsparung an Fossilen Brennstoffen haben, denn laut der Berechnungen hat alleine der Wintersportort Küthai 1.000.000 Liter Fossilen Brennstoff verbraucht. Alleine deswegen ist ein Biomasse Heizwerk eine super Sache für uns in Küthai, denn wir werden noch längere Zeit die Fossilen Brennstoffe für andere Sachen benötigen und zum Verheizen ist diese nachlassende Rohstoff eine Verschwendung.


Die Gemeinde Silz hat den Baugrund mit der Zusammenarbeit der Agrargemeinschaft Silzer Alpen als Baurechtsvertrag zur Verfügung gestellt, und einen kleinen Annerkennungszins gegeben weil man einfach gesagt hat das so eine gute Idee unterstütz werden muss.

Zum Schluss ist zu sagen dass die Gemeinde Stolz ist ein Biomasse Heizkraftwerk in Küthai zu haben weil es da einfach mit den Abnehmern funktioniert hat, und der Mehrwert für alle in Küthai enorm gestiegen ist.

Weiteres wünsche ich den Betreibern des Biomasse Heizkraftwerk in Küthai die das alles wirklich gut umgesetzt haben weiterhin alles Gute.

Mareiler Wilhelm
Vorstand der Gemeinde Silz
Obmann Bauausschuss
Betriebsleiter Bergbahnen Küthai
www.lifte.at